Aufräumen mit System

Aufräumen mit System

Systeme beim Aufräumen
helfen Eltern wie Kindern

Entrümpeln bereitet meist wenig Freude und wird eher als unangenehme Pflicht empfunden. Manchmal wissen Sie vielleicht gar nicht, wo Sie anfangen sollen oder Sie können sich einfach nicht dazu motivieren, bei der Fülle der anstehenden Aufgaben endlich zu beginnen. Durch systematisches Aufräumen gelingt das Ordnen aber etwas einfacher und macht sogar Spaß.

Aufräumtipps fürs Zimmer: Das Drei-Karton-System

Mit System Ordnung schaffen ist gar nicht schwierig, denn Sie benötigen nur drei Kartons oder große Säcke, um Liegengebliebenes zu sortieren. Nehmen Sie sich anfangs auch nicht zu viel vor, sondern konzentrieren Sie sich etwa auf einen Schrank, Ihren Schreibtisch oder die Ecke eines Zimmers. Beginnen Sie dann auf der einen Seite Ihrer „Baustelle“ und legen Sie alle Gegenstände erst einmal weg, räumen Sie etwa die erste Schublade Ihres Schrankes leer und reinigen Sie diese. Alles, was sich vorher dort befand, sollte nun geprüft werden. Sind die einzelnen Stücke noch von Nutzen? Benötigen Sie diese noch oder kann vieles auch entsorgt werden? Hier hilft das Karton-System!

In den ersten Karton sollten Sie all das werfen, was nicht mehr benötigt wird und was Sie entsorgen möchten. In die zweite Kiste sollten Sie alle Gegenstände legen, die für Sie selbst zwar nicht mehr verwendbar sind, die Sie jedoch verschenken oder verkaufen könnten. Schließlich kann es einiges geben, bei dem Sie sich noch nicht entscheiden können – das gehört in den dritten Behälter. Kleben Sie diesen nach dem Entrümpeln zu und notieren Sie auf dem Deckel das Datum. Wenn Sie die Kiste dann auf den Dachboden oder in den Keller stellen und nach mehreren Monaten noch nichts von deren Inhalt vermisst haben, dann können Sie diese auch verschenken oder verkaufen, denn was Ihnen so lange nicht gefehlt hat, besitzt für Ihr Leben keine Bedeutung mehr. Die Dinge hingegen, bei denen Sie sich sicher sind, dass Sie diese noch benötigen, können zurück an ihren angestammten Platz gestellt werden. Danach sind die Ablageflächen sicherlich nur noch halb so voll und Sie fühlen Sich dafür deutlich erleichtert.

Aufräumtipps fürs Kinderzimmer

Genauso, wie es Erwachsenen mitunter schwer fällt, sich zum Aufräumen zu motivieren, sind auch Kinder meist nur schwer an das Ordnen und Sortieren zu gewöhnen. Das sieht man den Jugendzimmern und Kinderzimmern auch an, wenn sich Bücher auf dem Boden stapeln oder Spielzeug wild herumliegt. Meine systematischen Aufräumtipps helfen auch hier, die Kleinen zu mehr Ordnung zu bewegen. Wichtig ist etwa, dass Sie das Aufräumen in ein System einbetten, sodass es Ihren Kindern leicht fällt, ihr Zimmer vor Unordnung zu bewahren. Dazu gehört beispielsweise, dass Sie Ihrem Kind genügend Ablageflächen zur Verfügung stellen sollten, um alle Spielsachen auch unterzubringen. Denn, wenn der vorhandene Stauraum gar nicht ausreicht, ist Chaos vorprogrammiert. Was an welchem Ort Platz findet, sollten Kinder selbst mitbestimmen dürfen, um ein Gefühl von Verantwortung entstehen zu lassen. Durch gemeinsames Aufräumen nach dem Spielen wird das Säubern zudem zu etwas Selbstverständlichem, das einfach dazugehört. Grundsätzlich gilt aber, dass jeder ein eigenes System zum Aufräumen hat und Eltern den Kindern und Teenagern die eigene Vorstellung von Ordnung nicht aufzwingen sollten.

2 Kommentare zu „Aufräumen mit System“:
  • Liebe Ingrid,
    vielen Dank für Ihren Beitrag. Das, was Sie schreiben, kann ich gut verstehen und tut mir sehr leid für Sie. Am Wichtigsten erscheint mir dabei eine die Beschwerden lindernde medizinische Versorgung für Sie.
    Als Aufräumcoach kann ich das Ausräumen und Ausmisten für Sie gerne übernehmen, während Sie in „sicherer Entfernung“ das Geschehen beobachten. Gemeinsam besprechen wir, was Sie behalten möchten und wovon Sie sich trennen wollen.
    Mit den besten Grüßen
    Rita Schilke

  • Frau Ingrid:

    Hallöchen,

    schön, diese Tipps! Das motiviert richtig gut.
    Ich habe aber ein Problem: Ich leide stark unter einer Hausstaub-Allergie und an schlimmer Neurodermitis an den Händen.
    Durch den Kontakt mit Staub jucken die Hände wie der Teufel, Handschuhe bewirken dasselbe, weil die Haut in jedem Handschuh, auch in einem aus Baumwolle, noch wenigen Minuten schwitzt.
    Auch das Einatmen von nur geringen Staubmengen bewirkt Bronchialbeschwerden. Deshalb lasse ich seit Jahren das Zeug wo es ist und das ist nicht gut.

    Mit freundlichem Gruß
    Frau Ingrid

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